Landtagswahl 2021: Drei Forderungen der Thüringer Waldbesitzer an die Politik

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr verehrte Abgeordnete!

Nach drei Dürrejahren in Folge stehen alle Waldbesitzer vor enormen Herausforderungen. Durch Trockenheit, Hitze, Stürme, Schädlingsbefall und Waldbrände sind von 2018 bis 2020 in Thüringen fast 13 Millionen Festmeter Schadholz angefallen und über 36.000 ha Kahlflächen entstanden. Dies entspricht mehr als der Fläche, die ein Thüringer Forstamt bewirtschaftet.

Die Ergebnisse des Waldzustandsberichts für Thüringen von 2020 sind besorgniserregend. Nur noch 15 Prozent der Bäume in den Thüringer Wäldern werden als gesund eingestuft, wobei 55 Prozent der Bäume deutlich geschädigt sind. Das ist das schlechteste Ergebnis seit 1991.
Der Klimawandel stellt den Wald und seine Eigentümer vor große Aufgaben. Besonders die Fichtenwälder müssen saniert, die Kahlflächen wieder aufgeforstet und in den nächsten Jahrzehnten gepflegt werden.

Es wird entscheidend darauf ankommen, klima- und nutzungsstabile Wälder aufzubauen, da nur solche Wälder das Treibhausgas CO2 effektiv binden. Dies ist unumgänglich, um den Lebensraum Wald für eine Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und die Boden- und Wasserschutzleistungen zu sichern.

Darüber hinaus ist der Wald für viele Menschen Sehnsuchtsort, Wohlfühl- und Rückzugsraum – gerade während der Corona-Pandemie. Der Wald versorgt durch die Bewirtschaftung der Waldeigentümer die Gesellschaft mit dem ökologischen Rohstoff Holz, sichert knapp 40.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum Thüringens und schafft Einkommen.

Um diese Leistungen auch in Zukunft gewährleisten zu können, haben die ca. 180.000 Privatwaldeigentümer in Thüringen drei Forderungen an die Politik. Wir bitten um freundliche Beachtung des beigelegten Flyers.

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